Lärmschutz

Schutz vor Lärm ist Menschenrecht

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Streckenführung für umweltschonenden Gütertransport, für maximalen Lärmschutz. Lärmvermeidung ist günstiger als Lärmbekämpfung. Das meinen die Gemeinden der Grafenhausener Erklärung und die Bürgerinitiative Bahn an die Bahn. Sie fordern eine Lösung, die die derzeitigen Lärmwerte weiter reduziert. Dies bedeutet auch keinen weiteren Lärm an der Autobahn. Und für die bisherige Rheintalbahn könnte gerade im Ausbau parallel zur Bahnlinie die Chance auf den ersehnten, deutlich verbesserten Schutz vor den belastenden Lärmquellen durch vorbeirasende Züge und lauten Güterverkehr liegen. Mit dem neuen Ausbau parallel zur Bahnlinie besteht für die Deutsche Bahn die Verpflichtung, dort auf ganzer Linie Lärmschutz zu errichten und somit deutlich gegenüber dem aktuellen Zustand zu verbessern. So wäre mit der bahnparallelen Variante das Lärmproblem erheblich entschärft.


Viel Lärm um wenig Optimierung – die Streckenführung im Umfeld der A5

Die geplante A5-Neubaustrecke als Schleife unter anderem durch den Kaiserwald hingegen würde nichts anderes bedeuten, als den Schwarzen Peter innerhalb der Region zu verschieben. Für alle Seiten sinnvoller und zufriedenstellender wäre es, sich gemeinsam für den bestmöglichen Schutz vor Lärm und die effektive Nutzung der dafür bereitstehenden öffentlichen Mittel beim Ausbau der bestehenden Rheintalbahn einzusetzen. Ein gutes Beispiel für erstmaligen Lärmschutz an einer Bündelungstrasse gibt die viergleisige Trassenführung der Rheintalbahn aus dem Norden bis Offenburg. Es lohnt sich, die Strecke bis Baden-Baden an einzelnen Abschnitten zu besichtigen: Dort wurde eine Lösung gefunden, die für die bisherigen Bahnanlieger eine deutliche Verbesserung vor allem in Sachen Lärmschutz gebracht hat. Für die Anwohner des Bahnhofs Baden-Oos sind z.B. die ein- und ausfahrenden Züge akustisch kaum wahrnehmbar.


Grafenhausener Erklärung fordert Reduktion des Lärms

Im Zuge des bisher beantragten bahnparallelen Ausbaus müssen die Menschen an der Bahnstrecke einen deutlich besseren Lärmschutz erhalten als bisher geplant. Dazu gehört die politische Forderung nach europaweiten Investitionen in den Umbau in lärmarme Güterwaggons. Alleine dadurch ist eine Reduktion des Lärms auf die Hälfte der heutigen Werte möglich. In Verbindung mit optimierten Lärmschutzwänden kann dieser Wert auf bis zu 25 Prozent des heutigen Lärms reduziert werden. Die betroffenen Anwohner erhalten damit eine massive Aufwertung ihres Lebensumfeldes. Mit dieser verantwortungsvollen Lösung werden beide Ziele erreicht: Lärmschutz für die Anwohner an den bestehenden Gleisen und Erhalt von wertvollen Naturflächen im Rheintal.