Schützenswert

BUND gegen Neubautrasse und für besseren Lärmschutz

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz, genauer die Ortsgruppe Friesenheim spricht sich in einer Stellungnahme, die Wolfgang Huppert unterzeichnet hat, gegen die Autobahntrasse aus und fordert mehr Lärmschutz an der bestehenden Strecke.

 

Der BUND vermutet, dass ein großer Teil der betroffenen Bevölkerung einer Illusion folgt, dass man das Lärmproblem lösen könne, indem man die Neubaustrecke der Bahn an die A5 verlegt. Bei der Infoveranstaltung in Schutterwald habe der Vertreter der Deutschen Bahn bestätigt, dass die Gütertransporte den Erfordernissen der Fahrplanoptimierung unterliegen. Das bedeutet laut BUND, „dass Schnellzüge wie IC und ICE bevorzugt die Neubaustrecke befahren werden. Die Neubaustrecke wird auf diese Züge optimiert.”


ICE-Züge auf der Neubaustrecke

Für den BUND bedeutet das, dass ICE-Züge Vorrang auf einer Neubaustrecke an der A5 zwischen Offenburg bis Freiburg haben würden. Und die Güterzüge fahren vorrangig auf der Altstrecke. Denn die ICE-Strecke solle mit mehr als 250 Stundenkilometern befahren werden. Das geht aber durch Bahnhöfe nicht. Die Güterzüge werden größtenteils weiter auf der Altstrecke fahren.

Somit würde eine Lärmentlastung der betroffenen Orte nicht nennenswert stattfinden. Der BUND fordert, dass die Bahn Güterwaggons so weit modernisiert, dass die maximale Lärmemission beim Durchfahren von Ortschaften auf mindestens die Hälfte reduziert werde. Und die Strecken müssen auch im Gleisbett optimiert werden, damit Erschütterungen reduziert werden. Der Ausbau der Rheintalbahn an der bestehenden Trasse, so fordert der BUND, muss lärmschutztechnisch optimiert werden. Es sei Aufgabe des Gesetzgebers Menschen an den Bahnstrecken vor Lärm zu schützen. Und das an allen Bahnstrecken in Deutschland und nicht nur an Neubaustrecken!”